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Die Fristen für die verbindliche Anwendung der Änderungen der CLP-Verordnung aufgrund von ATP 22 (1. Mai 2026) und ATP 23 (1. Februar 2027) rücken näher und erfordern dringende Maßnahmen seitens der Chemieunternehmen. Unternehmen sollten schnellstmöglich die Auswirkungen der neuen Einstufungen auf ihre Produkte analysieren und die Dokumentation, Kennzeichnungen und regulatorischen Meldungen aktualisieren.
Unternehmen der Chemiebranche in der EU treten in eine entscheidende Phase der Vorbereitungen zur Umsetzung der neuesten Änderungen der CLP-Verordnung ein. Die 22. und 23. ATP-Anpassung führen eine breite Palette neuer und aktualisierter Stoffeinstufungen ein, die sich unmittelbar auf die Konformität von Produkten, Dokumentationen und Kennzeichnungen auswirken.
Wichtige Termine
- Mai 2026 – verbindliche Anwendung von ATP 22
- Februar 2027 – verbindliche Anwendung von ATP 23
Obwohl die erste Frist bereits abgelaufen ist, befinden sich viele Unternehmen noch in der Umsetzungsphase oder haben wichtige Aktualisierungen noch nicht abgeschlossen. Dies bedeutet ein reales Risiko regulatorischer Nichtkonformität.
Was ändert sich?
Die von der Europäischen Kommission veröffentlichten delegierten Verordnungen (EU) 2024/2564 und 2025/1222 führen neue und aktualisierte Einstufungen für chemische Stoffe, einschließlich CMR-Stoffen, ein. Die Aktualisierungen betreffen breite Stoffgruppen, die in vielen Branchen verwendet werde.
Was bedeutet das für Unternehmen?
- In der Praxis erfordern die neuen Vorschriften umfassende Maßnahmen. Organisationen sollten dringend:
- ihr Produkt- und Stoffportfolio überprüfen,
- die Auswirkungen der neuen Einstufungen auf chemische Gemische bewerten,
- Sicherheitsdatenblätter (SDB) aktualisieren,
- Produktetiketten und Kennzeichnungen ändern,
- PCN-Meldungen (UFI) überprüfen und aktualisieren,
- REACH-Dokumentationen anpassen,
- Änderungen im Bereich Arbeitsschutz und Transport berücksichtigen,
- eine angemessene Kommunikation entlang der Lieferkette sicherstellen.
- Letzte Gelegenheit zur Einhaltung von ATP 22
Die Frist vom 1. Mai 2026 ist bereits verstrichen. Das bedeutet, dass alle Anforderungen von ATP 22 umgesetzt sein sollten, in Verkehr gebrachte Produkte vollständig konform sein müssen und eine fehlende Anpassung zu regulatorischen und operativen Risiken führen kann.
Gleichzeitig sollten sich Unternehmen bereits aktiv auf die nächste Phase der Änderungen aus ATP 23 vorbereiten.
Unternehmen, die proaktiv handeln, reduzieren das Risiko von Nichtkonformität, kostspieligen Korrekturen und Störungen ihrer Geschäftstätigkeit.
Quelle: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/ALL/?uri=OJ%3AL_202402564
Quelle: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg_del/2025/1222/oj/eng