Die ECHA hat ein neues EU-Inspektionsprojekt angekündigt. Die Inspektionen werden sich in erster Linie darauf konzentrieren zu überprüfen, dass verbotene oder beschränkte Stoffe die zulässigen Grenzwerte in Produkten und Gemischen nicht überschreiten. Neu ist die Einbeziehung von online verkauften Produkten, da dort in der Vergangenheit häufig nicht konforme Produkte festgestellt wurden. Die Inspektionen sollen 2028 beginnen.
Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hat ein neues europaweites Inspektionsprojekt angekündigt, das darauf abzielt, die Einhaltung der Beschränkungen für das Vorhandensein gefährlicher Stoffe in Gemischen und Erzeugnissen zu überprüfen.
Im Rahmen des Projekts (REF-16) werden die Inspektoren überprüfen, ob auf dem Markt bereitgestellte Produkte und Gemische die Anforderungen der EU-Chemikalienvorschriften erfüllen, einschließlich der Frage, ob der Gehalt an gefährlichen Stoffen die zulässigen Grenzwerte überschreitet. Die Inspektionen werden sich nicht auf den traditionellen Handel beschränken; sie werden auch die Überprüfung von online verkauften Produkten umfassen.
Die neue Initiative ist eine Reaktion auf die Ergebnisse früherer Inspektionen, die häufige Fälle der Nichteinhaltung aufgedeckt haben – insbesondere bei importierten Produkten und online verkauften Produkten. In vielen Fällen wurden gefährliche Stoffe in Konzentrationen festgestellt, die die zulässigen Grenzwerte überschritten. Das Projekt soll die Wirksamkeit der Inspektionen verbessern und Produkte, die den gesetzlichen Anforderungen nicht entsprechen, besser identifizieren.
Die Inspektionen im Rahmen des Projekts REF-16 sind für 2028 geplant, wobei ein Bericht über die Ergebnisse im Jahr 2029 veröffentlicht werden soll.
Parallel dazu wird die ECHA weitere Inspektionsaktivitäten einleiten, darunter:
• ein Pilotprojekt zu Tätowierfarben und Permanent-Make-up (Beginn der Inspektionen im Jahr 2027),
• Initiativen zur Überprüfung der Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien,
• Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Online-Verkauf von Biozidprodukten und der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.
Was bedeutet dies für Unternehmen?
Für Hersteller, Importeure und Händler ist dies ein klares Signal für die Notwendigkeit, die Produktzusammensetzung, die Dokumentation und die Einhaltung der in den REACH-Vorschriften festgelegten Beschränkungen zu überprüfen.
Quelle: https://echa.europa.eu/pl/-/inspectors-to-check-compliance-with-restrictions-on-hazardous-substances-in-products#msdynmkt_trackingcontext=7e0c3b00-48e8-4162-a8d2-4457b7c00000
Ekotox-Website: https://ekotox.de/chemikalien-management/
